{"id":8,"date":"2018-06-10T20:22:17","date_gmt":"2018-06-10T20:22:17","guid":{"rendered":"http:\/\/arabofriesen.at\/?page_id=8"},"modified":"2021-07-08T06:51:04","modified_gmt":"2021-07-08T06:51:04","slug":"arabofriesen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/arabofriesen.at\/index.php\/arabofriesen\/","title":{"rendered":"ARABOFRIESEN"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: center;\"><strong>Geschichte der Arabofriesen<\/strong><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der noch sehr jungen und f\u00fcr viele zugleich doch etwas unbekannteren Pferderasse der Arabofriesen handelt es sich um eine Sportpferderasse, welche basierend auf Friesen gez\u00fcchtet wurde und auch vom \u00e4u\u00dferen Erscheinungsbild von einem Reinfriesen kaum zu unterscheiden ist, sich jedoch dennoch eindeutig von diesen unterscheidet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Friesen aufgrund neuer damaliger Anforderungen umgez\u00fcchtet. Durch die neuen Kreuzungen gingen jedoch wichtige Eigenschaften der Friesen wie H\u00e4rte, Ausdauer aber auch Lungen- und Herzvolumen zur\u00fcck und somit fanden sie daraufhin im landwirtschaftlichen Bereich als auch im Leistungssport wie Fahren und Dressur immer weniger Verwendung. Erfahrene Z\u00fcchter wollten sich damit jedoch einfach so abfinden und machten sich daraufhin, zusammen mit Gentechnologen, auf die Suche nach dem passenden W\u00fcstenaraberblut. Denn interessanterweise waren Friesen bereits vor 400 Jahren von Blutlinien Arabischer Pferde gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufgrund der geringeren Leistungsf\u00e4higkeit und damit einhergehend die begrenzte Brauchbarkeit \/ Verwendbarkeit der Pferde wurde versucht mit dem passenden Hengsten und dessen Blutlinie die Leistungsf\u00e4higkeit der Friesen \u00fcberdurchschnittlich zu steigern, ohne jedoch dabei das typische Erscheinungsbild des Friesen zu ver\u00e4ndern. Die Suche nach einem passenden Hengst gestaltete sich jedoch nicht gerade einfach, da die meisten Araber mehr als Schaupferd und demnach prim\u00e4r mit Augenmerk auf die \u00e4u\u00dfere Sch\u00f6nheit gez\u00fcchtet wurden. Die erfahrenen Z\u00fcchter suchten jedoch einen Hengsten, der neben der \u00e4u\u00dferen Sch\u00f6nheit au\u00dferdem tiefschwarz und ohne Abzeichen sowie gro\u00dfrahmig und leistungsf\u00e4hig war. Nach langer und zugleich intensiver Suche stie\u00df man auf den schwarzen Araberhengsten Gharib ox. am Landesgest\u00fct Marbach in Deutschland. Durch ihn und durch sehr ausgelesene Friesenstuten erhoffte man sich die gesuchten Eigenschaften wie st\u00e4rkere Ausdauer sowie bessere Lungen- und Herzleistung verbessern zu k\u00f6nnen. Bei den Stuten fiel die Auswahl auf die Mutter des legend\u00e4ren Stammbuchhengstes Hearke, Modell Stute Gelbrich sowie auf die Ster Stute Diana V. Rustica.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach den ersten Kreuzungen wurden die Z\u00fcchter jedoch schnell mit den n\u00e4chsten Herausforderungen konfrontiert. Die ersten Kreuzungen, welche zu 50% Araberblut und zu 50% Friesenblut hatten, zeigten speziell Probleme hinsichtlich der Handhabung. Infolgedessen wandte man sich daher an die beiden erfahrenen Friesenz\u00fcchter Cor und Jan Driessen, die ab diesem Zeitpunkt mit ihrer Expertise ma\u00dfgeblich zum sp\u00e4teren Erfolg der Zucht beigetragen haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die ersten jungen Arabofriesen der Gebr\u00fcder Driessen waren mit 25% Araberblutanteil sehr leistungsversiert gez\u00fcchtet. Durch verschiedene Eins\u00e4tze im Leistungssport wurde versucht, die Eigenschaften der Pferde zu testen und zu beobachten. Schnell wurde realisiert, dass die Pferde keine Probleme hatten, das Niveau mitzugehen, sie behielten stets die \u201eCoolness\u201c der Friesenpferde und waren stets arbeitswillig. Es war umso erfreulicher, dass bereits die Kreuzungen ab der 2. Generation vor allem im Fahrsport sehr erfolgreich waren und best\u00e4tigte zudem die Z\u00fcchter darin, auf dem richtigen Weg zu sein und an ihrem Konzept weiter festzuhalten. Der Fahrsport stellt n\u00e4mlich ein optimales Selektionskriterium dar, um die Sportivit\u00e4t eines Pferdes zu testen. Generell zeigten die Pferde bereits nach der 2. Generation eine weitaus h\u00f6here Leistungsf\u00e4higkeit, sie pr\u00e4sentierten sich als gesunde Sportpferde mit raumgreifenden G\u00e4ngen sowie mit ausreichendem Arbeitswillen sowohl auf dem Sattel als auch vor dem Wagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch man gab sich zu diesem Zeitpunkt mit dem Status Quo nicht zufrieden und so zeigten weitere Untersuchungen immer deutlicher, dass der Araberblutanteil nicht unbedingt im Bereich von 25% liegen muss, sondern dass dieser deutlich reduziert werden kann. Ein Araberblutanteil sogar unter 10% sei ausreichend. <strong>Durch diesen gewissen Araberblutanteil verf\u00fcgen Arabofriesen im Vergleich zu den Reinfriesen \u00fcber eindeutig gr\u00f6\u00dfere Herz- und Lungenvolumina und damit einhergehend eine weitaus bessere Ausdauer, eine schnellere R\u00fcckkehr zum normalen Puls, Blutkan\u00e4le direkt unter der Haut, welche f\u00fcr eine bessere W\u00e4rmeregulierung verantwortlich sind sowie eine verbesserte Muskulatur in Form von l\u00e4ngeren Muskelfasern und weniger Fett zwischen den Muskeln<\/strong>. Diese Faktoren sind mitentscheidend daf\u00fcr, dass Arabofriesen oft als Hochleistungssportpferde bezeichnet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach den ersten Erfolgen im Fahr- und Dressursport in der noch jungen Geschichte der Arabofriesen wurde im M\u00e4rz 2000 der Arabofriesen Sportpferdeverband gegr\u00fcndet. Ein Jahr sp\u00e4ter wurde dann der erste Deckhengst \u201eYk Dark Danilo\u201c offiziell anerkannt. Heute gibt es ca. 15 international anerkannte Deckhengste, unter ihnen finden sich unter anderem die beiden S\u00f6hne von Yk Dark Danilo \u2013 Dark President und Dark Ynte. Im Dezember 2004 entschied man sich aufgrund der Gegebenheiten den Arabofriesen Sportpferdeverband in den Europ\u00e4ischen Arabofriesen Verband (EAFV) zu \u00e4ndern. Erst seit November 2006 wurden die Arabofriesen als eigene Rasse in allen EU-L\u00e4ndern offiziell anerkannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zusammenfassend l\u00e4sst sich an dieser Stelle somit festhalten, dass der Arabofriese in der heutigen Form eine auf den Friesen gez\u00fcchtete Sportpferderasse darstellt. Der sehr gute Charakter, die Farbe sowie die besonderen G\u00e4nge mit Knieaktion und das edle Exterieur stammen vom Friesen. Doch sind Arabofriesen noch etwas eleganter mit edlerem Kopf sowie weniger Behang gebaut, sie sind jedoch ebenso ausschlie\u00dflich Rappen ohne Abzeichen. Die Kreuzung mit dem Araber brachte eine hohe Reaktionsf\u00e4higkeit, Raumgriff und elastische Bewegung in die Rasse. Dar\u00fcber hinaus lag das Hauptaugenmerk auf der Verbesserung der Ausdauer, welche deutlich verbessert werden konnte und die Pferde nun deutlich mehr Gewicht mit der Hinterhand aufnehmen. <u>Experten behaupten auch<\/u>: Wenn ein Friese m\u00fcde wird, beginnt ein Arabofriese erst richtig Spa\u00df zu haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Quelle: <a href=\"http:\/\/arabofriesen.de\/Arabofriesen.html\">http:\/\/arabofriesen.de\/Arabofriesen.html<\/a>\u00a0(28.04.2018)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte der Arabofriesen &nbsp; Bei der noch sehr jungen und f\u00fcr viele zugleich doch etwas unbekannteren Pferderasse der Arabofriesen handelt es sich um eine Sportpferderasse, welche basierend auf Friesen gez\u00fcchtet wurde und auch vom \u00e4u\u00dferen Erscheinungsbild von einem Reinfriesen kaum zu unterscheiden ist, sich jedoch dennoch eindeutig von diesen unterscheidet. Am Anfang des 20. 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